Nachdem ich monatelang mit dem Gedanken spielte, mir einen Heli zuzulegen, habe ich nun zugeschlagen und bin ab sofort stolzer Besitzer eines Hirobo Shuttle Plus.
Die Bestellung
Zu Anfang war ich noch unschlüssig, welches wohl das ideale Einsteigermodell wäre. Im örtlichen Modellbauladen hat mir mein Händler dann einen Shuttle Plus von Hirobo empfohlen. Und da auch das Einstellen und eine erste Flugstunde inklusive waren, hab ich den Heli samt Zubehör auch gleich in dieser Ausstattung bestellt:
- Hirobi Shuttle Plus mit Webra Speed 35
- 3 x Robbe FS 250T Servo
- 1 x Robbe FS 250S Servo
- 1 x Robbe G400 Kreisel
- 1 x Trainingsgestell
- 1 x 4'er Akkupack Sanyo RC2400
Eigentlich wollte ich einen ACT Multiscan-Empfänger einbauen, doch leider hat sich der Kreisel geweigert, mit diesem zusammenzuarbeiten. Mit dem Einschalten des Empfängers gibt es für einen kleinen Moment kein Servo-Signal, da der Empfänger sich erst auf die richtige Frequenz einstellen muss. Diese wenigen Millisekunden nimmt der Kreisel aber schon zum Anlass, einen Fehler anzunehmen und verweigert den Dienst. Kurzerhand habe ich also noch einen alten C17 rausgekramt, der anstandslos mit dem Kreisel funktioniert.
Die Lieferung
Nach zwei Wochen war das gute Stück dann endlich da. "Almost Ready to Fly" mussten nur noch ein paar Teile zusammengesetzt, sowie Motor, Servos, Empfänger und Kreisel eingebaut werden.

Der Zusammenbau
Der Zusammenbau war recht unkompliziert. Ein paar Englisch- oder Japanischkenntnisse können hier nicht schaden, aber auch ohne sollte das kein Problem sein, da die Anleitung sehr gut bebildert ist.
Das Chassis des Shuttle Plus ist scheinbar eher für OSMax-Motoren ausgelegt, denn der Webra-Motor wollte nicht so ganz passen. Hier musste ich eine kleine Aussparung in das Gebläsegehäuse schneiden.

Wichtig beim Zusammenbau ist es auch, alle Schraubverbindungen (Metall auf Metall) mit Schraubensicherung zu versehen. Auch wenn der Heli fast fertig geliefert wird, ist es ratsam alle Schraubverbindungen nochmals zu überprüfen!
Beim Einbau der Servos sollten zunächst alle Gestänge so justiert werden, dass sich bei Mittelstellung der Servos möglichst rechte Winkel ergeben. Augenmaß reicht hier aus.

Für die Befestigung des Akkus habe ich einfach zwei Streifen Klettband mit je zwei Schrauben befestigt und den Akku in zwei Stücken aufgeschnittene Rohr-Isolierung gepackt. Ähnlich bin ich beim Empfänger vorgegangen. Hier habe ich jedoch zuvor ein Stück Platinenmaterial am Chassis angeschraubt, an welchem wiederum mittig ein Streifen Klettband befestigt ist. Auch den Empfänger habe ich in Rohrisolierung gepackt. Damit ist er ausreichend gegen Erschütterungen und Schwingungen geschützt.
Das Einstellen
Als blutiger Anfänger bin ich zum Einstellen und Feinjustieren samt Modell wieder zu meinem Händler gegangen. Dieser hat zunächst die Rotorblätter ausgewogen und eine leichte Differenz durch Aufkleben eines Streifens Tesa korrigiert. Bei der Gelegenheit hat er auch gleich mit einer Farbmarkierung auf Rotorkopf und -blatt, sichergestellt, dass die Blätter nicht mal vertauscht werden. Viel mehr Einstellarbeiten waren zunächst erstmal nicht nötig. Die Aufbauanleitung führt automatisch zu recht brauchbaren Standardeinstellungen.
Der Erstflug
Auch beim Einfliegen des Modells, stand mir mein Modellbauhändler zur Seite; oder besser gesagt, ich stand an seiner Seite und war ganz aufgeregt. Der Heli hob auch sofort ab und nach ein paar Justierungen an der Gas/Pitch-Kurve haben wir erstmal den Spurlauf eingestellt. Dies sollte man unbedingt am schwebenden Heli machen. Zuvor hatte ich den Spurlauf schon am Boden eingestellt, doch in der Luft sah das schon wieder ganz anders aus. Stimmt der Spurlauf nicht, wird zunächst das Gestänge des markierten Rotorblatts in irgendeine Richtung mit ein paar Umdrehungen korrigiert. Beim erneuten Schweben zeigt sich dann, ob man das Gestänge in die richtige Richtung verstellt hat oder ob man ein paar Umdrehungen zurücknehmen muss.
Nachdem mein Modellbauhändler alles soweit eingestellt hatte, hab auch ich mich mal an die Steuerknüppel getraut. Da ich schon etwas Übung am Simulator hatte, waren die ersten Schwebeversuche auch schon recht passabel. Die Investition in einen Simulator kann ich nur jedem empfehlen! Ich hatte mich seinerzeit für AeroFly entschieden, würde aber heute wohl eher zum Reflex XTR tendieren. Aber ich denke, beide sind gleichermaßen zum Üben geeignet.
Beim Fliegen hat sich auch gezeigt, dass die Hecktrimmung sehr stark korrigiert werden musste. Hier scheint Hirobo ein Fehler unterlaufen zu sein. Der Heckrotor kann an zwei Positionen auf der Heckrotorwelle befestigt werden. Im Auslieferungszustand saß der Heckrotor zu weit innen, weshab ich ihn ganz nach aussen gesetzt habe.
Fazit
Ich habe nun schon knapp 3 Liter Sprit verflogen und hatte noch keinen einzigen Schaden. Das Trainingsgestell ist wirklich Gold wert! Selbst ein hartes Aufsetzen wird damit problemlos abgefangen. Nach ein paar Wochen ist das Heckservo ausgestiegen, das aber auf Garantie sofort getauscht wurde. Hier macht es sich echt bezahlt, dass man beim Modellbauhändler vor Ort und nicht im Katalog bestellt. So konnte ich sofort weiterfliegen.

Ich bin mit dem Shuttle Plus mehr als zufrieden. Nicht nur das Modell selbst, sondern auch der Preis sind für einen Anfänger-Heli genau richtig.




